SITZT WO DIE SPÖTTER SITZEN
Das Buch der Bücher enthält ein Gesangbuch. Schon in dem ersten Lied scheint der fromme Beter und Sänger aufgefordert zu werden, „...nicht da zu sitzen wo die Spötter sitzen!“ Dieser Satz hat viele Menschen, die versucht habe „gute Christen“ zu sein, regelmäßig mit einem schlechten Gewissen versorgt. Und wenn sie selbst keins hatten, wurde es ihnen sehr schnell von den Hütern des Glaubens beigebracht.
In meiner Phantasie sehe ich Gott jedes Mal ungläubig den Kopf schütteln, wenn das passiert. Und irgendwann reichte es ihm. Dann hat er seinen wichtigsten Repräsentanten, seinen eigenen Sohn, geschickt, um mit diesem Blödsinn aufzuräumen. Der saß dann tagelang auf einer Hochzeit, in der es hoch her ging, und etliche nicht mehr in der Lage waren, schlechten von gutem Wein zu unterscheiden.
Ein anderes Mal forderte er einen stadtbekannten Schurken auf, eine Party für ihn zu veranstalten. Dann finden wir ihn mit bei einem nackten und gewalttätigen Mann auf einem Friedhof. Dann wiederum reiben sich selbst seine Jünger die Augen, als er mit einer Frau alleine zusammensitzt, die keinen eindeutigen Ruf hatte. Und, und, und....
Am Ende fordert er seine Anhänger auf seinem Beispiel zu folgen.
Dieser Jesus kam und kommt bei vielen Glaubenswächtern schlecht weg, obwohl sich viele gerade auf ihn berufen.
Wer das erste Lied jedoch genauer betrachtet, merkt schnell, dass die zentrale Botschaft eben keine Moralpredigt war, sondern die tiefe persönliche Erfahrung eines Menschen, der im Glauben an Gott große Erfüllung gefunden hatte. „Wer Zeit mit Gott verbringt (Betet?), der ist wie ein Baum, der an frischen Wasserquellen Wurzeln schlägt und dessen Zweige viele wunderbare Früchte tragen“.
Im Streitgespräch mit den Moralwächtern des Glaubens würde Jesus vielleicht sagen: „Gott will, dass wir da sitzen, wo die Spötter sitzen. Punkt.“ Und dem Spötter würde er sagen: „Mensch, schlag hier keine Wurzeln, das bringt nichts und macht nicht satt.“
Wer gehört werden will, der geht nicht zum Spötter, um ihm den Kopf zu waschen. Wer gehört werden will, nimmt an ihrem Tisch Platz bis er gefragt wird: „Wovon lebst du eigentlich? Wo haben wir unsere Wurzeln? Was hat in unserem Leben Frucht getragen und kann darum auch andere satt machen?


In meiner Phantasie sehe ich Gott jedes Mal ungläubig den Kopf schütteln, wenn das passiert. Und irgendwann reichte es ihm. Dann hat er seinen wichtigsten Repräsentanten, seinen eigenen Sohn, geschickt, um mit diesem Blödsinn aufzuräumen. Der saß dann tagelang auf einer Hochzeit, in der es hoch her ging, und etliche nicht mehr in der Lage waren, schlechten von gutem Wein zu unterscheiden.
Ein anderes Mal forderte er einen stadtbekannten Schurken auf, eine Party für ihn zu veranstalten. Dann finden wir ihn mit bei einem nackten und gewalttätigen Mann auf einem Friedhof. Dann wiederum reiben sich selbst seine Jünger die Augen, als er mit einer Frau alleine zusammensitzt, die keinen eindeutigen Ruf hatte. Und, und, und....
Am Ende fordert er seine Anhänger auf seinem Beispiel zu folgen.
Dieser Jesus kam und kommt bei vielen Glaubenswächtern schlecht weg, obwohl sich viele gerade auf ihn berufen.
Wer das erste Lied jedoch genauer betrachtet, merkt schnell, dass die zentrale Botschaft eben keine Moralpredigt war, sondern die tiefe persönliche Erfahrung eines Menschen, der im Glauben an Gott große Erfüllung gefunden hatte. „Wer Zeit mit Gott verbringt (Betet?), der ist wie ein Baum, der an frischen Wasserquellen Wurzeln schlägt und dessen Zweige viele wunderbare Früchte tragen“.
Im Streitgespräch mit den Moralwächtern des Glaubens würde Jesus vielleicht sagen: „Gott will, dass wir da sitzen, wo die Spötter sitzen. Punkt.“ Und dem Spötter würde er sagen: „Mensch, schlag hier keine Wurzeln, das bringt nichts und macht nicht satt.“
Wer gehört werden will, der geht nicht zum Spötter, um ihm den Kopf zu waschen. Wer gehört werden will, nimmt an ihrem Tisch Platz bis er gefragt wird: „Wovon lebst du eigentlich? Wo haben wir unsere Wurzeln? Was hat in unserem Leben Frucht getragen und kann darum auch andere satt machen?


first-supper - 10. Dez, 20:34