Freitag, 2. September 2011

PIZZA-JUDAS

Es gibt Menschen und Mahlzeiten, die manchen nicht so gut runtergehen. Höllisch scharf ...... was immer die Hölle damit zu tun hat. Lieber wäre mir „Himmlisch scharf“. Warum glauben so viele Menschen, dass es im Himmel langweilig ist? Weil alle Leute die Spaß haben, die wild leben, dort ganz bestimmt nicht anzutreffen sein werden? Schon gehört: „Alles was Spaß macht, ist entweder unmoralisch, macht dick oder ist kriminell!“ Wenn unser Glaube fade, langweilig und zur Lachnummer geworden ist, sollten wir mal wieder ins Buch der Bücher schauen und uns die Frage stellen, wieviel unser Glaube noch mit dem zu tun hat, wozu Gott uns einlädt. Jesus spricht von Festen, die wir feiern sollen und von den Abenteuern, die wir erleben werden, wenn wir in seiner Sache unterwegs bleiben. Klar, manchmal bezahlen einige von uns einen unglaublichen hohen Preis dafür. Abenteuer kann teuer werden. Petrus wollte wissen, ob er auch übers Wasser laufen könnte. Jesus sagte ihm nicht, warte bis es Winter wird und der See gefroren ist. Selbst dann kann man noch ausrutschen und auf die Nase fallen. Jedoch mitten im Sturm ein Boot zu verlassen, das wahrscheinlich sowieso untergehen würde, das hat schon was. Klar, Petrus kommt nicht weit. Oder doch? Er wird von starken Armen aus dem vielleicht größten Abenteuer seines Lebens gehalten und im Untergehen gerettet. Darum heißt meine Lieblingspizza auch Judas. Meine Lieblingspasta Al Capone. Scharf und feurig. Judas und Al Capone gehen nicht so leicht runter. Seichtes, langweiliges Christentum hingegen sehr. Bin ich froh, dass ein Leben mit Gott nicht langweilig sein muss und ich mit IHM Abenteuer erleben darf. Verrückt? Durchgeknallt? Vielleicht, aber nicht langweilig.


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Montag, 22. August 2011

ERLKÖNIG

Goethe gab einem seiner berühmten Balladen den Namen. Bildjäger und Journalisten adoptierten ihn auf der Jagd nach Prototypen neuer Automodelle. Wer Frösche küsst, glaubt immer noch daran, dass man eventuell von einem Prinzen aus seinem Schicksal erlöst wird. Ist uns eigentlich bewusst, dass Menschen, die sich entschlossen haben, dem König der Könige zu folgen, auch so etwas wie ERLKÖNIGE sind. Darüber mag sicherlich mancher lächeln und kann nur den Kopf schütteln. Dennoch sind wir nach dem Zeugnis der Bibel Prototypen für das, was wir einmal sein werden. An uns gibt es ganz ohne Frage noch viel zu verbessern. Nicht alles ist ausgreift und fertig. Aber der große Konstrukteur des Lebens hat sich entschieden, aus uns etwas vollkommen Neues und Anderes zu machen, und er weiß, ich bringe mein Werk zu Ende. Was für manchen skurril erscheint, ist in den Augen Gottes der abenteuerliche Plan, etwas Neues und Einzigartiges zu schaffen. Das Wort Skurrilität bezeichnet eine auffallend unkonventionelle Idee, Situation, Sache oder Verhaltensweise. Christen sind eben nicht dazu aufgefordert „Gleich“ zu sein. Im biblischen Sinne dürfen sie Einmalig und Anders sein. Bedauerlicherweise nehmen gerade viele Christen an diesem - mit uns individuellem Abenteuer Gottes - Anstoß. Gäbe es mehr christliche ERLKÖNIGE, würden sicherlich viele „wie verrückt werden", diesen Schöpfer kennenzulernen!




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Montag, 15. August 2011

BEMÄNTELT

Wer schon einmal die Kathedrale in Salzburg besucht hat, weiß, dass dort diese eindrucksvolle Bronzestatue der in Prag geborenen Künstlerin Anna Chromy steht.
Die Statue trägt den Namen "Coat of Conscience" (Mantel des Gewissens). Wer sich genauer über die Künstlerin und ihre Arbeiten informiert, findet auf einer Webseite diese Statue gekleidet in den Nationalfahnen der Völker dieser Erde. Ursprünglich trug das Werk den Namen "Der leere Mantel". Die Künstlerin will daran erinnern, dass es nacktes und leidendes Leben gibt, das darauf wartet, mit Barmherzigkeit und Zuwendung gekleidet zu werden. Ihr Mantel ist leer. Sie will mich und die Nationen der Welt daran erinnern, dass wir alle etwas besitzen, das andere Menschen "reich" machen kann. Vielleicht nur für einen Winter, eine Mahlzeit, einen winzigen Augenblick.
Vor über 1600 Jahren wurde ein junger Mann gegen seinen eigenen Willen zum Militärdienst eingezogen. Doch aus ihm wurde kein berühmter Kämpfer oder Feldherr. Wir erinnern uns an ihn, weil er in einem bitterkalten Winter an den Stadtpforten von Amiens einen nackten Bettler traf, dessen Not ihn anrührte. Doch alles was er hatte, war sein Soldatenmantel. Nach kurzem Zögern teilte er mit dem Schwert diesen Mantel. Dieses Erlebnis soll ihn selbst so verändert haben, dass er fortan dafür leben wollte. Martinus von Tours wurde der dritte Bischof von Tours, und wir erinnern uns an ihn und seine Tat der Barmherzigkeit bei jedem St. Martins Zug. Was für eine Legende. Jesus erzählt eine Geschichte, in der der Besucher einer königlichen Hochzeit rausgeschmissen wird, weil er nicht richtig bekleidet war. Sein Frevel bestand in der Arroganz, das allen zur Verfügung gestellte Hochzeitsgewand nicht angezogen zu haben. Jeder von uns ist  mit der Güte und Barmherzigkeit Gottes beschenkt.  Der "leere Mantel" darf nicht leer bleiben. Wir alle können teilen, uns verschenken, weil wir alle Beschenkte sind. Wie ein junger 15-jähriger Soldat unvergesslich blieb, wird Gott sich daran erinnern, wenn wir einem seiner Geringsten, Gutes tun. Die Welt mag uns vergessen, weil wir in ihren Augen nichts Großes getan haben. Gott wird sich erinnern, wenn wir teilen!


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Donnerstag, 11. August 2011

Freifall

Manchmal verlieren wir den Boden unter den Füßen. Uns selbst oder Menschen, die uns nahe stehen, widerfährt Schreckliches. In den letzten Wochen bangte ich z.B. mit jungen Eltern, deren Tochter mit einem schlimmen Herzfehler geboren wurde. Ferner mit einer Mutter, die mit 50 noch in froher Erwartung von Zwillingen war, dann aber in der 27. Woche per Kaiserschnitt geholt werden mussten. Einer Nachbarin, die vor vier Monaten gestürzt war; die Schmerzen und Prellungen sind noch heute für die über 80 jährige Dame kaum auszuhalten. Da sind die Depressionen eines jungen Mannes, der durch einen verschuldeten Unfall jemanden an den Rollstuhl fesselte und seitdem kaum noch eine Nacht ruhig schlafen kann. Meine Liste ist noch viel länger, und wie sieht deine Liste aus? Das Leben zieht uns manchmal den Boden unter den Füßen weg. Gut wer sich den Fallschirm des Vertrauens auf die gütigen Hände Gottes anziehen kann. Selbst solche, die sich bereits im freien Fall befinden, dürfen das noch tun. Dann fällt man tatsächlich niemals tiefer, als in die Hände eines liebenden Gottes. Er hat den Fall nicht verhindert, aber er übernimmt die Verantwortung für die Landung.


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First Supper Blog

geschrieben von: Hans J. Zimmermann

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Helmut Warnstedt (Gast) - 30. Mär, 16:49
seeeehr...
...lange nicht gelesen :)) wenn du möchtest, dann schreib...
tobiaskassuehlke - 28. Jan, 19:37
Skin
Gut das es Dich noch gibt. Danke!
Hans J. Zimmermann (Gast) - 27. Jan, 13:26

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