Sonntag, 12. Juni 2011

Fussnoten

Sie tragen uns ein Leben lang. Sie müssen uns tragen. Egal wie schwer wir es ihnen machen. Ob in Lackschuhen oder ganz ohne. Über Stock und Stein und oder auf weichem Teppichboden. Das Leben und die Umstände zeichnen sie. Wir wünschen ihnen das Beste, denn ohne sie kommen wir schlecht voran. Doch am Ende ist alles nur eine Art Zettelwirtschaft. Er kommt an den großen Zeh und man kann nur hoffen, es wird ein alter Zeh sein. Obwohl? "Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn`s hoch kommt sind´s achtzig Jahre" (Psalm 90,10). Dann spricht der Liederdichter von den "köstlichen" Dingen als vergebliche Mühe und davon, dass alles wie im Flug vergeht. Wenn das Leben so dahinfliegt und vergebliche Mühe ist, dann ist es doch egal, oder? Ich schließe mich diesem Pessimismus nicht an. Wahrscheinlich wollte der Liederdichter auch etwas ganz anderes sagen. Solche Kommentare können ganz schön "fußlahm" machen. Oder beflügeln. "Nimm dich nicht so ernst! Es könnte schlimmer kommen!" Dann spricht da ein anderer im Buch der Bücher von "lieblichen Füßen", obwohl sie Berge und Täler und das mitten im Kriegsgetümmel überwinden müssen. Sie sind auf dem Weg nach Hause. Dorthin wo man voller Ängste und Sorge auf eine Nachricht wartet. Wie geht es meinem Mann, Sohn, Bruder oder Freund? Lebt er noch? Gibt es Hoffnung? Die "lieblichen Füße" gehören dem Boten, der die gute Nachricht bringt: "Der Krieg ist vorbei. Der Feind ist besiegt." Ist uns bewusst, dass das Wort EVANGELIUM in diesem Wort seinen Ursprung hat? Damals und heute braucht die Botschaft Beine und Füße. Jemand muss sich auf den Weg machen. Zu viele um uns herum haben Angst vor dem letzten Zettel und verzetteln sich in Ängsten und Sorgen. Der Glaube an den, der den Tod überwunden hat schreibt auf meinen Zettel: Bis gleich! Weitersagen...




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Montag, 6. Juni 2011

Mobbing

Vor einiger Zeit lass ich: "Wer hinter meinem Rücken redet, redet zu meinem A..." Hmmmm. Nicht jeder ist so selbstbewusst. Bestimmt wird hinter dem Rücken auch nichts Gutes gesprochen. Täglich werden Menschen krank, weil sie das nicht verkraften. Menschen, die über Andere schlecht reden, meinen kein Gesicht zu haben. Vielleicht liegt es daran, weil sie versuchen Anderen ihr Gesicht zu nehmen. Im heutigen Sprachgebrauch nennt man es Mobbing. Zur Zeit Martin Luthers nannte man es "Afterreden". Was kann nur Gutes dabei herauskommen? Nichts! Und doch sind wir alle anfällig dafür, hinzuhören und mitzumachen. Wenn wir so sind, wenn wir das zulassen, sind wir Kopflos und nehmen jemanden das Gesicht und mehr. Im Buch der Bücher wird ein solches Verhalten aufs Schärfste angeprangert. Warum? Weil wir alle von der vergebenden Liebe Gottes leben und uns darum kein richtendes Urteil über Andere zusteht. Vielmehr sollen wir Gutes übereinander reden. Den Anderen, der runtergezogen wird aufbauen und dem Schwätzer (und uns selbst) klare Grenzen aufzeigen. Auf dem Bild ist kein Gesicht. Wer jedoch genau hinsieht, entdeckt einen Baum im Hintergrund. So sollen wir sein. Verwurzelt in der Güte und Liebe Gottes, der niemanden das Gesicht nimmt, und in dessen Rinde man durchaus hinein ritzen darf: Von Gott geliebt!


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Sonntag, 29. Mai 2011

Mc Church

Salzburg ist eine wunderschöne und noble Stadt. Selbst McDonald passt sich dort an und veredelte sein Logo. Doch wer hineingeht wird nicht mit Tafelsilber und Kristallgläsern überrascht, sondern er wird von der Wirklichkeit eingeholt. Trotz protzigem Eingangsschild bleibt es beim bekannten Fastfood. Auch wenn Salate und Joghurtdressing gesunde Beilagen Nahrungsmittel sind, sie reichen nicht aus für eine, sagen wir mal ausgewogene Ernährung. Manchmal, so scheint es mir, speisen wir die Suchenden und Hungrigen in unseren Kirchen mit Fastfood ab. Natürlich kann man sich davon ernähren, doch wie "Gesund" ist das? Die, Gott sei es gedankt, abwechslungsreichen Beiträge vom Lobpreis bis Beamer sind vielleicht gesunde Salatbeilagen, doch was ist mit der gesunden und ausgewogenen Nahrung. Sattwerden ist eine Sache, Gesundwerden eine Andere. Kann es sein, dass wir uns wieder mehr daran erinnern müssen was wirkliches Brot des Lebens ist? Paulus schreibt an die Gemeinde in Korinth: "Als ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und dachte wie ein Kind und war klug wie ein Kind; als ich aber ein Mann wurde tat ich ab, was kindlich war!" Irgendwann müssen wir die "Juniortüten" gegen wirkliche Nahrung eintauschen. Neues Spielzeug macht sie zwar interessant, doch es bleibt Fastfood. Der Prophet Jeremia sagt: "Dein Wort ward meine Speise, sooft ich´s empfing, und dein Wort ist meines Herzens Freude und Trost." Im Brief an die Hebräer fragt der Schreiber: "Wie lange wollt ihr statt göttlichem Wort, Milch trinken?" Klar, McDonald macht Spaß. Darf die Gemeinde zur McChurch werden?  Ach ja, irgendwann bin ich als mündiger Christ auch eigenverantwortlich für das was ich esse und wohin ich zum Essen gehe.


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Dienstag, 24. Mai 2011

Spiegel

Frauen schauen meist kritisch in den Spiegel. Männer fast immer wohlwollend. Sie entdeckt das graue Haar und hier und da ein mögliches Fältchen. Er hingegen erblickt das vor vielen Jahren eingefrorene Gesicht, das ihm damals so gut gefallen hat. Hmmmm. Im Buch der Bücher lesen wir davon, dass die Worte Gottes ein Spiegel sind. In diesem Spiegel geht es weder um unser Aus- oder Ansehen. Ein oberflächlicher Blick in sein Wort lässt manchen erschrecken. Andere sehen nur das, was sie sehen wollen. Der flüchtige Leser sieht das, was er sehen will. Der Ängstliche sieht was er nicht sehen will. Doch wer lange genug hineinschaut, erblickt jemand Anderen. Jesus, der versprochen hat, dass wir einmal alle verwandelt und so sein werden wie ER. Manch einer hat wegen der hässlichen Dinge, die er in diesem Spiegel gesehen hat, aufgehört darauf zu vertrauen und tröstet sich mit einem "na ja, eben dann und dort". Doch wer es aushält länger und beharrlicher in Sein Wort hineinzuschauen, wird vielleicht überrascht. Es mag sein, dass er es selbst gar nicht bemerkt (oder ist das sein Glück?), andere tun es. Sie entdecken Christus in ihm. Ein alter Mann gab einem Jungen ein schmutziges Sieb und schickte ihn Wasser zu holen. Nach einiger Zeit kam der Junge völlig frustriert zurück und jammerte, "ich kann es nicht!" Der alte Mann lächelte und sagte: "Schau dir das Sieb an, es ist wunderbar sauber geworden!"


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First Supper Blog

geschrieben von: Hans J. Zimmermann

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So kann es was werden, wenn mal einer und hoffentlich...
Helmut Warnstedt (Gast) - 30. Mär, 16:49
seeeehr...
...lange nicht gelesen :)) wenn du möchtest, dann schreib...
tobiaskassuehlke - 28. Jan, 19:37
Skin
Gut das es Dich noch gibt. Danke!
Hans J. Zimmermann (Gast) - 27. Jan, 13:26

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