Freitag, 13. Mai 2011

Salz

In einer alten Geschichte im Buch der Bücher wird uns berichtet, dass Lots Frau zu einer Salzsäule erstarrte, weil sie "zurück" blickte. Jesus bezeichnet seine Nachfolger als "Salz" der Erde. Die Schlange im Garten Eden verführt den Menschen zur Rebellion. Der Blick auf eine eherne Schlange am Wanderstab des Mose rettet viele, die von giftigen Schlangen gebissen wurden. Die Tragödie der Sünde begann in einem Garten (Eden) und es war ein Garten, in dem Jesus auferstand. Gott hat einen Plan hören wir immer wieder, und dann lesen wir voller Verwunderung, dass er bereit ist seinen Plan über den Haufen zu werfen. Gott bedauert manchmal (Luther sagt: gereut) was er getan hat und dann wieder nicht. Dies alles sind nur wenige Beispiele dafür, dass es nicht immer so einfach ist, Gottes Wort, die Sprache der Bibel, die Symbole von Gut und Böse zu verstehen. Was dich erstarren lässt und den Tod bringen kann ist an anderer Stelle unverzichtbar um zu leben. Tod und Leben, Verführung und Sieg finden in einem Garten statt. Man hat den Eindruck, dass manchmal alles auf den Kopf gestellt wird. Lass dir also nicht so schnell den Kopf verdrehen. Vielleicht durch einen neuen Blickwinkel geraderücken. Wir sind eingeladen hinzusehen und nachzudenken. Vielleicht stellen wir dann fest, dass nicht jede Antwort die einzige Antwort sein muss.


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Montag, 2. Mai 2011

Mist

Wir haben Mist gebaut. Jeder von uns. Der Mist unseres Lebens stinkt zum Himmel. Und wie riecht es dort? Können wir uns den Himmel als einen Ort des grauenhaften Gestankes vorstellen? Haben wir den "Himmel" mit unserem Gestank zu einem Ort gemacht, in dem kein normaler Mensch mehr sein will? Es scheint so. Unser Bockmist ist in aller Munde. Erkundige dich. Wahrscheinlich wirst du sowieso unaufgefordert darauf hingewiesen. Meine Mutter bracht mich damit zur Weißglut bringen. "Und du willst Christ sein?" Na klar wollte und will ich. Aber mein Mist oder der von anderen Christen hat viele veranlasst die Nase zu rümpfen. Der Apostel Paulus schrieb über unseren Geruch (was für ein vornehmes Wort) sogar: Wohlgeruch! Hier der Wortlaut: "Denn wir sind für Gott ein Wohlgeruch Christi unter denen, die gerettet werden, und unter denen, die verloren werden" (2Kor 2,15). Wie kann denn das sein? Wer genau hinsieht, wird feststellen, dass der Mist meines Lebens eine Ermutigung für alle ist, die wie ich "verloren" haben. Denen es nicht gelungen ist so zu werden, wie sie vielleicht selbst sein wollten. Und die sich da herausholen ließen durch den Mann am Kreuz. Dort, an diesem Kreuz hat er für uns gebetet: Vater, vergib ihnen." Wir dürfen unseren Mist abladen. Unter dem Kreuz ist Platz. Für unser aller Mist. In der Osterbotschaft wird uns berichtet, dass sich Frauen am frühen Morgen des dritten Tages nach der Kreuzigung aufmachten, um den Leichnam Jesu mit wohlriechenden Salben zu balsamieren. Vergebliche Liebesmühe. Gott hatte die Sache selbst in die Hand genommen. Sie fanden keine stinkende Leiche.  Sie mussten den Tod nicht beschönigen. Der auferstandene Christus überrascht bis heute noch alle, die es aushalten am Kreuz ihren Mist abzuladen und die mit Augen des Glaubens ins leere Grab schauen. So kann der Mist meines Lebens zum Dünger der Hoffnung und zu neuem Leben werden.


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Montag, 18. April 2011

Höhepunkt

Apa ist ein nepalesischer Sherpa, der bereits 20 Mal den höchsten Berg der Welt (den Mount Everest) erklommen hat. Jetzt machte er sich noch einmal, zusammen mit anderen Sherpas auf, um eine besondere Mission zu erfüllen. Die Männer wollen 4000 Kilogramm Abfälle vom unteren Teil des Berges und weitere 1000 Kilogramm vom Bereich rund um die 8848 Meter hohe Spitze herunterholen. Der höchste Berg der Welt ist zugemüllt. Ein Top Manager schrieb einst in seine Biografie: "An der Spitze großer Konzerne habe ich nur nette und freundliche Kollegen kennengelernt. Ich bezweifele allerdings, dass sie auf dem Weg nach "Oben" immer so nett waren." Im Buch der Bücher wird die Kirche auch als die "Braut Christi" bezeichnet. Sofort haben wir ein Bild vor Augen nämlich eine wunderschöne junge Frau im makellosen weißen Kleid, strahlend vor Glück. Eine Hochzeit ist zweifellos Höhepunkt einer großen Liebe. Ist die Kirche der Höhepunkt der Liebe Gottes? Entdecken wir und andere nicht ständig Tonnen von Müll und Versagen in ihr? Die Kirche ist von Gott geliebt. Menschen haben sich aus einer egoistischen Welt in die Liebe Gottes hinein herausrufen lassen (das lateinische Wort Kirche ist "Ecclesia" und bedeutet die "Herausgerufenen"). Ja, sie ist voller Müll. Ja, nicht alle waren nett und freundlich auf ihrem Weg nach Oben und einige sind es immer noch nicht. Was wir brauchen sind Männer wie der nepalesische Sherpa Apa. Menschen die den Müll beseitigen, damit wieder mehr Menschen die "Braut Christi" in ihrer Schönheit erkennen, die sie immer noch hat, weil sie immer noch von Gott unendlich geliebt ist.


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Montag, 11. April 2011

Flaschen

Keine Frage. Viele, besonders junge Christen, haben die Kirchen verlassen. Sie wollen nicht länger sortiert werden nach evangelisch, katholisch, konservativ oder liberal. Sie haben nicht ihren Glauben an Gott verloren, empfinden jedoch ihre Zugehörigkeit zu einer Kirche als Etikettenschwindel. Sie sind irritiert. Der Inhalt ist ihnen wichtig, nicht das Lable. Anlässlich einer Geburtstagsfeier wurde ich in einen sehr schönen Weinkeller eingeladen. Da lagen sie die Flaschen. Unterschiedliche Weine, alle möglichen Sorten und einige hatten ein prächtiges Etikett. Natürlich stimmte die Temperatur. Alles stimmte. Ob der Wein gut oder weniger gut ist, findet man aber nicht auf Grund seiner Verpackung oder der Lagerung heraus. Auf den Inhalt kommt es an. Letztlich gehören diese Flaschen auch nicht in einen Keller, sondern auf einen gedeckten Tisch. Also dorthin, wo Menschen schmecken und sehen wollen. Erinnern sie sich an diesen Satz aus dem Buch der Bücher? "Schmeckt und seht, wie freundlich Gott ist". Wir Flaschen gehören da hin, wo Menschen Hunger und Durst haben. Jesus hat seine Nachfolger nicht eingelagert, sondern in die Welt gesandt. Treibt das so viele junge Christen aus unseren "Weindepots"? Noch einmal Jesus: Neuer Wein gehört in neue Schläuche. Angesichts unser Wohlfühlkirchen würde er heute vielleicht ergänzen: ...und auf die Tische der Hungrigen und Durstigen!


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First Supper Blog

geschrieben von: Hans J. Zimmermann

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So kann es was werden, wenn mal einer und hoffentlich...
Helmut Warnstedt (Gast) - 30. Mär, 16:49
seeeehr...
...lange nicht gelesen :)) wenn du möchtest, dann schreib...
tobiaskassuehlke - 28. Jan, 19:37
Skin
Gut das es Dich noch gibt. Danke!
Hans J. Zimmermann (Gast) - 27. Jan, 13:26

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