Dienstag, 5. April 2011

Grauenvoll

Da steht einer mitten in der Fußgängerzone und ist von oben bis unten grau. Dann hebt er die Hand, schaut mich an und hebt den Daumen. Ich drücke auf den Auslöser meiner Kamera. Was für eine Metapher. Wie oft empfinde ich meinen Alltag grau und machmal sogar grauenvoll. Gerade jetzt, wo die Natur zum Leben erwacht und der Nachrichtensprecher mir einen "guten Abend wünscht" und mir dann 15 Minuten lang erzählt, dass es in und mit der Welt nicht gut steht. Wie dankbar bin ich dann, dass Gott mir Menschen in den Weg stellt, die den Daumen nach obern halten. Die mich ohne Worte daran erinnern, dass jedes Mal wenn Gott sich Menschen offenbarte, der große Gott sein Reden mit den Worten beginnt: Fürchte dich nicht. Ich hab mir wieder mal vorgenommen, öfter den Daumen zu heben. Vielleicht erinnert sich dann auch der Ein oder Andere daran, dass er sich weniger fürchten muss. Irgendwie glaube ich, dass Gott sich darüber freuen würde, und wenn er könnte, mir auch zublinzeln würde. Was sage ich denn da? ;-)


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Donnerstag, 31. März 2011

Kreuzleiden

Die Mutter zweier Kinder in Italien hat einen nationalen und europäischen Streit verloren. Sie klagte erfolgreich gegen das Aufhängen von Kreuzen in den Schulen. Das hat viele empört und einen jahrelangen Streit vor Gericht zur Folge. Nun wurde noch einmal Recht gesprochen. Das Kreuz bleibt hängen. Sie verlor also. Doch haben die „Kreuzaufhänger“ ebenfalls verloren. Warum? Weil das Kreuz auch ein Symbol der Ohnmacht ist. Man kann den Glauben nicht verordnen. Man kann ihn aber auch nicht verhindern. Der Apostel Paulus schreibt über das Kreuz, dass es eine Torheit ist für Menschen die ohne Herzensglauben an einen liebenden Gott sind. Voller Torheit musste diese Frau erleben, dass Anhänger des Kreuzes sie an Leib und Leben bedroht haben. Was für eine Entwürdigung für das Zeichen der Liebe Gottes, der sich am Kreuz als ein ohnmächtiger HERR zeigt. Gott setzte seine Liebe nicht mit den Mitteln der Gewalt durch. Gott bewahre uns davor ein christliches Leben zu führen, dass sein Recht einfordert, egal mit welchen Mitteln. Gott hat immer seinen (einen) Weg gefunden seine Gnade sichtbar werden zu lassen.




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Sonntag, 13. März 2011

Katholisch

Als evangelischer Christ habe ich gelernt, dass das  "Sola Scriptura Prinzip" (sich allein auf die Bibel als Quelle des Glaubens zu stützen) gilt. Als Junge ging ich in eine evangelische Grundschule. Als erwachsener Christ gehe ich auf einmal regelmäßig in katholische Messen. Meine Überzeugung habe ich nicht verloren, aber meine Vorurteile. Wie passt das zusammen? Es passt, denn wenn ich in meiner Stadt Ermutigung, Wort Gottes hören will, finde ich es meist in einer katholischen Gemeinde. Warum? Ein Grund ist wohl die tiefe Frömmigkeit der Priester, die ich dort erlebe. In meiner protestantischen „geistlichen Heimat“ erlebe ich hingegen zu oft politische Belehrungen oder wässriges „gut Mensch sein“. Ich werde müde zuzuhören wenn mir jemand sagt: „Das sagt die Bibel“. Herzensfrömmigkeit entsteht nicht wenn ich, evangelisch kritisch oder fundamentalistischer und besserwisserisch bin. Trotz allem fühle ich mich sehr evangelisch, gerade weil ich tute was ich tue. Die Väter der Reformation rüttelten auf und predigten, dass wir uns nicht von der Tradition der Kirche verführen lassen sollen. Das gilt darum auch für unsere „evangelischen“ Traditionen, wenn sie nicht mehr zum Glauben ermutigen und ein fragwürdiges Schriftverständnis haben. Im evangelischen Sinne bin ich also „Katholisch“ (Wortbedeutung: „Allgemein“ und „Überhaupt“ Christ). Darum fällt es mir nicht schwer mich innerlich dort zu Hause zu fühlen, wo in Demut zum Glauben ermutigt wird. Was bin ich doch für ein Glückspilz.


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Montag, 7. März 2011

Die Kirche bebt

Innerhalb weniger Monate wurde Neuseeland und besonders die zweigrößte Stadt Christchurch von einem schweren Erdbeben, heimgesucht. Viele Menschen starben und unzählige verloren ihr Heim. Nur eine von vielen schrecklichen Nachrichten in diesen Tagen. Mich erinnerte der Name dieser neuseeländischen Stadt aber auch wieder an die Krise der christlichen Kirche. Sie ist die Kirche (Church) unseres Herrn Jesus Christus (Christ). Viele haben ihren Glauben in und an ihr verloren. Heimatlos haben sie sich abgewandt. Unglaube und Sünde derer, die zum Glauben ermutigen sollten, haben den Keim ihres eigenen Glaubens wie ein zerstörendes Erdbeben erschüttert und ihnen den Boden unter ihren Füßen weggezogen. Doch der Fels der Kirche ist nicht ein Mensch oder eine Kirche. Unser Fels ist der Glaube, der trotz Erschütterungen mit leiser Stimme flüstert: Dennoch bleibe ich stets an dir, denn DU hältst mich!


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First Supper Blog

geschrieben von: Hans J. Zimmermann

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Evangelisch katholisch...
So kann es was werden, wenn mal einer und hoffentlich...
Helmut Warnstedt (Gast) - 30. Mär, 16:49
seeeehr...
...lange nicht gelesen :)) wenn du möchtest, dann schreib...
tobiaskassuehlke - 28. Jan, 19:37
Skin
Gut das es Dich noch gibt. Danke!
Hans J. Zimmermann (Gast) - 27. Jan, 13:26

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