Sonntag, 29. Mai 2011

Mc Church

Salzburg ist eine wunderschöne und noble Stadt. Selbst McDonald passt sich dort an und veredelte sein Logo. Doch wer hineingeht wird nicht mit Tafelsilber und Kristallgläsern überrascht, sondern er wird von der Wirklichkeit eingeholt. Trotz protzigem Eingangsschild bleibt es beim bekannten Fastfood. Auch wenn Salate und Joghurtdressing gesunde Beilagen Nahrungsmittel sind, sie reichen nicht aus für eine, sagen wir mal ausgewogene Ernährung. Manchmal, so scheint es mir, speisen wir die Suchenden und Hungrigen in unseren Kirchen mit Fastfood ab. Natürlich kann man sich davon ernähren, doch wie "Gesund" ist das? Die, Gott sei es gedankt, abwechslungsreichen Beiträge vom Lobpreis bis Beamer sind vielleicht gesunde Salatbeilagen, doch was ist mit der gesunden und ausgewogenen Nahrung. Sattwerden ist eine Sache, Gesundwerden eine Andere. Kann es sein, dass wir uns wieder mehr daran erinnern müssen was wirkliches Brot des Lebens ist? Paulus schreibt an die Gemeinde in Korinth: "Als ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und dachte wie ein Kind und war klug wie ein Kind; als ich aber ein Mann wurde tat ich ab, was kindlich war!" Irgendwann müssen wir die "Juniortüten" gegen wirkliche Nahrung eintauschen. Neues Spielzeug macht sie zwar interessant, doch es bleibt Fastfood. Der Prophet Jeremia sagt: "Dein Wort ward meine Speise, sooft ich´s empfing, und dein Wort ist meines Herzens Freude und Trost." Im Brief an die Hebräer fragt der Schreiber: "Wie lange wollt ihr statt göttlichem Wort, Milch trinken?" Klar, McDonald macht Spaß. Darf die Gemeinde zur McChurch werden?  Ach ja, irgendwann bin ich als mündiger Christ auch eigenverantwortlich für das was ich esse und wohin ich zum Essen gehe.


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Dienstag, 24. Mai 2011

Spiegel

Frauen schauen meist kritisch in den Spiegel. Männer fast immer wohlwollend. Sie entdeckt das graue Haar und hier und da ein mögliches Fältchen. Er hingegen erblickt das vor vielen Jahren eingefrorene Gesicht, das ihm damals so gut gefallen hat. Hmmmm. Im Buch der Bücher lesen wir davon, dass die Worte Gottes ein Spiegel sind. In diesem Spiegel geht es weder um unser Aus- oder Ansehen. Ein oberflächlicher Blick in sein Wort lässt manchen erschrecken. Andere sehen nur das, was sie sehen wollen. Der flüchtige Leser sieht das, was er sehen will. Der Ängstliche sieht was er nicht sehen will. Doch wer lange genug hineinschaut, erblickt jemand Anderen. Jesus, der versprochen hat, dass wir einmal alle verwandelt und so sein werden wie ER. Manch einer hat wegen der hässlichen Dinge, die er in diesem Spiegel gesehen hat, aufgehört darauf zu vertrauen und tröstet sich mit einem "na ja, eben dann und dort". Doch wer es aushält länger und beharrlicher in Sein Wort hineinzuschauen, wird vielleicht überrascht. Es mag sein, dass er es selbst gar nicht bemerkt (oder ist das sein Glück?), andere tun es. Sie entdecken Christus in ihm. Ein alter Mann gab einem Jungen ein schmutziges Sieb und schickte ihn Wasser zu holen. Nach einiger Zeit kam der Junge völlig frustriert zurück und jammerte, "ich kann es nicht!" Der alte Mann lächelte und sagte: "Schau dir das Sieb an, es ist wunderbar sauber geworden!"


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Freitag, 13. Mai 2011

Salz

In einer alten Geschichte im Buch der Bücher wird uns berichtet, dass Lots Frau zu einer Salzsäule erstarrte, weil sie "zurück" blickte. Jesus bezeichnet seine Nachfolger als "Salz" der Erde. Die Schlange im Garten Eden verführt den Menschen zur Rebellion. Der Blick auf eine eherne Schlange am Wanderstab des Mose rettet viele, die von giftigen Schlangen gebissen wurden. Die Tragödie der Sünde begann in einem Garten (Eden) und es war ein Garten, in dem Jesus auferstand. Gott hat einen Plan hören wir immer wieder, und dann lesen wir voller Verwunderung, dass er bereit ist seinen Plan über den Haufen zu werfen. Gott bedauert manchmal (Luther sagt: gereut) was er getan hat und dann wieder nicht. Dies alles sind nur wenige Beispiele dafür, dass es nicht immer so einfach ist, Gottes Wort, die Sprache der Bibel, die Symbole von Gut und Böse zu verstehen. Was dich erstarren lässt und den Tod bringen kann ist an anderer Stelle unverzichtbar um zu leben. Tod und Leben, Verführung und Sieg finden in einem Garten statt. Man hat den Eindruck, dass manchmal alles auf den Kopf gestellt wird. Lass dir also nicht so schnell den Kopf verdrehen. Vielleicht durch einen neuen Blickwinkel geraderücken. Wir sind eingeladen hinzusehen und nachzudenken. Vielleicht stellen wir dann fest, dass nicht jede Antwort die einzige Antwort sein muss.


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Montag, 2. Mai 2011

Mist

Wir haben Mist gebaut. Jeder von uns. Der Mist unseres Lebens stinkt zum Himmel. Und wie riecht es dort? Können wir uns den Himmel als einen Ort des grauenhaften Gestankes vorstellen? Haben wir den "Himmel" mit unserem Gestank zu einem Ort gemacht, in dem kein normaler Mensch mehr sein will? Es scheint so. Unser Bockmist ist in aller Munde. Erkundige dich. Wahrscheinlich wirst du sowieso unaufgefordert darauf hingewiesen. Meine Mutter bracht mich damit zur Weißglut bringen. "Und du willst Christ sein?" Na klar wollte und will ich. Aber mein Mist oder der von anderen Christen hat viele veranlasst die Nase zu rümpfen. Der Apostel Paulus schrieb über unseren Geruch (was für ein vornehmes Wort) sogar: Wohlgeruch! Hier der Wortlaut: "Denn wir sind für Gott ein Wohlgeruch Christi unter denen, die gerettet werden, und unter denen, die verloren werden" (2Kor 2,15). Wie kann denn das sein? Wer genau hinsieht, wird feststellen, dass der Mist meines Lebens eine Ermutigung für alle ist, die wie ich "verloren" haben. Denen es nicht gelungen ist so zu werden, wie sie vielleicht selbst sein wollten. Und die sich da herausholen ließen durch den Mann am Kreuz. Dort, an diesem Kreuz hat er für uns gebetet: Vater, vergib ihnen." Wir dürfen unseren Mist abladen. Unter dem Kreuz ist Platz. Für unser aller Mist. In der Osterbotschaft wird uns berichtet, dass sich Frauen am frühen Morgen des dritten Tages nach der Kreuzigung aufmachten, um den Leichnam Jesu mit wohlriechenden Salben zu balsamieren. Vergebliche Liebesmühe. Gott hatte die Sache selbst in die Hand genommen. Sie fanden keine stinkende Leiche.  Sie mussten den Tod nicht beschönigen. Der auferstandene Christus überrascht bis heute noch alle, die es aushalten am Kreuz ihren Mist abzuladen und die mit Augen des Glaubens ins leere Grab schauen. So kann der Mist meines Lebens zum Dünger der Hoffnung und zu neuem Leben werden.


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First Supper Blog

geschrieben von: Hans J. Zimmermann

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Helmut Warnstedt (Gast) - 30. Mär, 16:49
seeeehr...
...lange nicht gelesen :)) wenn du möchtest, dann schreib...
tobiaskassuehlke - 28. Jan, 19:37
Skin
Gut das es Dich noch gibt. Danke!
Hans J. Zimmermann (Gast) - 27. Jan, 13:26

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