Montag, 18. April 2011

Höhepunkt

Apa ist ein nepalesischer Sherpa, der bereits 20 Mal den höchsten Berg der Welt (den Mount Everest) erklommen hat. Jetzt machte er sich noch einmal, zusammen mit anderen Sherpas auf, um eine besondere Mission zu erfüllen. Die Männer wollen 4000 Kilogramm Abfälle vom unteren Teil des Berges und weitere 1000 Kilogramm vom Bereich rund um die 8848 Meter hohe Spitze herunterholen. Der höchste Berg der Welt ist zugemüllt. Ein Top Manager schrieb einst in seine Biografie: "An der Spitze großer Konzerne habe ich nur nette und freundliche Kollegen kennengelernt. Ich bezweifele allerdings, dass sie auf dem Weg nach "Oben" immer so nett waren." Im Buch der Bücher wird die Kirche auch als die "Braut Christi" bezeichnet. Sofort haben wir ein Bild vor Augen nämlich eine wunderschöne junge Frau im makellosen weißen Kleid, strahlend vor Glück. Eine Hochzeit ist zweifellos Höhepunkt einer großen Liebe. Ist die Kirche der Höhepunkt der Liebe Gottes? Entdecken wir und andere nicht ständig Tonnen von Müll und Versagen in ihr? Die Kirche ist von Gott geliebt. Menschen haben sich aus einer egoistischen Welt in die Liebe Gottes hinein herausrufen lassen (das lateinische Wort Kirche ist "Ecclesia" und bedeutet die "Herausgerufenen"). Ja, sie ist voller Müll. Ja, nicht alle waren nett und freundlich auf ihrem Weg nach Oben und einige sind es immer noch nicht. Was wir brauchen sind Männer wie der nepalesische Sherpa Apa. Menschen die den Müll beseitigen, damit wieder mehr Menschen die "Braut Christi" in ihrer Schönheit erkennen, die sie immer noch hat, weil sie immer noch von Gott unendlich geliebt ist.


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Montag, 11. April 2011

Flaschen

Keine Frage. Viele, besonders junge Christen, haben die Kirchen verlassen. Sie wollen nicht länger sortiert werden nach evangelisch, katholisch, konservativ oder liberal. Sie haben nicht ihren Glauben an Gott verloren, empfinden jedoch ihre Zugehörigkeit zu einer Kirche als Etikettenschwindel. Sie sind irritiert. Der Inhalt ist ihnen wichtig, nicht das Lable. Anlässlich einer Geburtstagsfeier wurde ich in einen sehr schönen Weinkeller eingeladen. Da lagen sie die Flaschen. Unterschiedliche Weine, alle möglichen Sorten und einige hatten ein prächtiges Etikett. Natürlich stimmte die Temperatur. Alles stimmte. Ob der Wein gut oder weniger gut ist, findet man aber nicht auf Grund seiner Verpackung oder der Lagerung heraus. Auf den Inhalt kommt es an. Letztlich gehören diese Flaschen auch nicht in einen Keller, sondern auf einen gedeckten Tisch. Also dorthin, wo Menschen schmecken und sehen wollen. Erinnern sie sich an diesen Satz aus dem Buch der Bücher? "Schmeckt und seht, wie freundlich Gott ist". Wir Flaschen gehören da hin, wo Menschen Hunger und Durst haben. Jesus hat seine Nachfolger nicht eingelagert, sondern in die Welt gesandt. Treibt das so viele junge Christen aus unseren "Weindepots"? Noch einmal Jesus: Neuer Wein gehört in neue Schläuche. Angesichts unser Wohlfühlkirchen würde er heute vielleicht ergänzen: ...und auf die Tische der Hungrigen und Durstigen!


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Dienstag, 5. April 2011

Grauenvoll

Da steht einer mitten in der Fußgängerzone und ist von oben bis unten grau. Dann hebt er die Hand, schaut mich an und hebt den Daumen. Ich drücke auf den Auslöser meiner Kamera. Was für eine Metapher. Wie oft empfinde ich meinen Alltag grau und machmal sogar grauenvoll. Gerade jetzt, wo die Natur zum Leben erwacht und der Nachrichtensprecher mir einen "guten Abend wünscht" und mir dann 15 Minuten lang erzählt, dass es in und mit der Welt nicht gut steht. Wie dankbar bin ich dann, dass Gott mir Menschen in den Weg stellt, die den Daumen nach obern halten. Die mich ohne Worte daran erinnern, dass jedes Mal wenn Gott sich Menschen offenbarte, der große Gott sein Reden mit den Worten beginnt: Fürchte dich nicht. Ich hab mir wieder mal vorgenommen, öfter den Daumen zu heben. Vielleicht erinnert sich dann auch der Ein oder Andere daran, dass er sich weniger fürchten muss. Irgendwie glaube ich, dass Gott sich darüber freuen würde, und wenn er könnte, mir auch zublinzeln würde. Was sage ich denn da? ;-)


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Donnerstag, 31. März 2011

Kreuzleiden

Die Mutter zweier Kinder in Italien hat einen nationalen und europäischen Streit verloren. Sie klagte erfolgreich gegen das Aufhängen von Kreuzen in den Schulen. Das hat viele empört und einen jahrelangen Streit vor Gericht zur Folge. Nun wurde noch einmal Recht gesprochen. Das Kreuz bleibt hängen. Sie verlor also. Doch haben die „Kreuzaufhänger“ ebenfalls verloren. Warum? Weil das Kreuz auch ein Symbol der Ohnmacht ist. Man kann den Glauben nicht verordnen. Man kann ihn aber auch nicht verhindern. Der Apostel Paulus schreibt über das Kreuz, dass es eine Torheit ist für Menschen die ohne Herzensglauben an einen liebenden Gott sind. Voller Torheit musste diese Frau erleben, dass Anhänger des Kreuzes sie an Leib und Leben bedroht haben. Was für eine Entwürdigung für das Zeichen der Liebe Gottes, der sich am Kreuz als ein ohnmächtiger HERR zeigt. Gott setzte seine Liebe nicht mit den Mitteln der Gewalt durch. Gott bewahre uns davor ein christliches Leben zu führen, dass sein Recht einfordert, egal mit welchen Mitteln. Gott hat immer seinen (einen) Weg gefunden seine Gnade sichtbar werden zu lassen.




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First Supper Blog

geschrieben von: Hans J. Zimmermann

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Evangelisch katholisch...
So kann es was werden, wenn mal einer und hoffentlich...
Helmut Warnstedt (Gast) - 30. Mär, 16:49
seeeehr...
...lange nicht gelesen :)) wenn du möchtest, dann schreib...
tobiaskassuehlke - 28. Jan, 19:37
Skin
Gut das es Dich noch gibt. Danke!
Hans J. Zimmermann (Gast) - 27. Jan, 13:26

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