Freitag, 24. September 2010

Pranger

Je verwerflicher die Schuld, umso größer das Verlangen die Schuldigen an einen öffentlichen Pranger zu stellen.
Was treibt Menschen bis HEUTE dazu, so etwas zu tun? Selbstgerechtigkeit? Hass? Oder wollen sie vielleicht nur "Ablenken"? Christen sollten Menschen sein, die sich ihrer eigenen Schuld bewusst sind. Darum suchen sie nicht die Schuld des anderen und erst recht geilen sie sich nicht daran auf. Wer sein Versagen und seine Schuld vor Gott öffentlich macht, der darf darauf vertrauen, dass Gott sie sofort zudeckt. Liebe versucht die Schuld anderer zuzudecken. Sie prangert nicht an, sie solidarisiert sich mit dem Schuldigen. Wie war das mit dem ersten Stein? Natürlich ist Liebe kein Freibrief zu sündigen. Liebe ist der Mut, daran zu glauben, dass Gott mir und anderen zutraut wieder aufzustehen und weiterzumachen, so als wären wir nie gefallen. Jesus wurde angeprangert und gekreuzigt. Kann es sein, dass auch wir Jesus kreuzigen, wenn wir Menschen ob ihres Versagens, anprangern?




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Montag, 20. September 2010

Störenfried

Es klingelt. Nicht irgendwo und irgendwann. Nein, es klingelt mitten im Gottesdienst. Nicht im Kirchsaal, wo alle sitzen, sondern im Chorraum. Sozusagen im Zentrum des Lobpreises. Bedächtig schaut sich der Angerufene die Nummer auf dem Display an. Es klingelt weiter, er scheint alle Zeit der Welt zu haben. Na ja, er ist Afrikaner, und da laufen die Dinge ja bekanntlich etwas anders. Einige grinsen, andere sind sauer. "Rufe mich an in der Not, Gott". Oder war das umgekehrt. Soll ich anrufen, wenn ich in Not bin? Das tun wir ja, das tue ich auch. Was ist wenn Gott in Not ist und uns anrufen will? Kann ich mir das überhaupt vorstellen? Mir scheint, dass es viel Not gibt, in der Gott dringend Hilfe gebrauchen kann. Doch irgendwie ruft er scheinbar immer zum falschen Zeitpunkt an. Z.B. mitten im Lobpreis, beim Beten oder andächtigem Lauschen. Echt störend. Gott ist ein Störenfried.




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Freitag, 17. September 2010

Unfair

Das Leben ist nicht immer fair. In so vielen entscheidenden Dingen Unseres Lebens wurden wir nicht um unser Einverständnis gebeten..Wann, wo, als was, in welchem Jahrhundert wir geboren wurden. Keiner hat uns gefragt. Und es gibt es noch viele weitere Bereiche, bei denen wir so gerne ein Mitspracherecht gehabt hätten: Intelligenz, Musikalität, Sprachbegabung, Gedächtnis, Schönheit. Ist das fair? Man könnte darüber streiten, verbittern oder resignieren. Beim Anblick dieses Bildes musste ich an ein Sprichwort denken, das mich mein Leben lang begleitet hat: "Blühe wo du gepflanzt bist!" Zwischen Schotter und Gleisen am Frankfurter Bahnhof sah ich diese Pflanzen (Unkraut?). In all dem Lärm, zwischen Schotter und Steinen grünten diese Pflanzen. Alles um dich herum ist hart, laut und schmutzig. Du fühlst dich weder gewollt und wie ein Fremdkörper. Du hast das Recht der Welt einzugehen und zu vertrocknen. Du hast aber auch die Möglichkeit zu blühen. Wer sein Recht und seine Gerechtigkeit bei Gott sucht, der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, das gerät wohl. (Psalm 1)






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Sonntag, 12. September 2010

Interpretation

"Wahr ist nicht was du sagst, sondern was der andere versteht!" Darüber kann ich mich immer wieder aufregen. Doch es ändert nichts. Wir hören nicht nur auf das, was gesagt wurde. Die Augen, der Tonfall, die Gestik, meine Gefühlslage und vieles mehr sind Bestandteil unserer Wahrnehmung. Dann hilft auch kein Argumentieren und streiten.
"Das habe ich doch gar nicht gesagt..:" Es ist verrückt, Menschen können sich uns zuwenden, obwohl wir Blödsinn erzählt haben und sie wenden sich von uns ab, weil wir die Wahrheit
im falschen Tonfall, mit falscher Gestik, oder ganz einfach zum falschen Zeitpunkt gesagt haben.

Wer des öfteren in dieser Falle gefangen ist, braucht Hilfe. Er braucht einen Übersetzer. Der Beste ist die Liebe. Im 1. Korinther Brief 13 beschreibt Paulus, dass ich alle
Weisheit der Welt haben kann (also immer Recht habe), doch dass es mir ohne Liebe nichts nützt. Es ist die Liebe, die andere nicht als Mittel zum Zweck, sondern als Menschen erkennt, die Gott in meinen Weg stellt, damit ich ihnen die Liebe Gottes interpretiere. Wenn ich also so oft missverstanden werde, dann fehlt mir .....




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First Supper Blog

geschrieben von: Hans J. Zimmermann

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So kann es was werden, wenn mal einer und hoffentlich...
Helmut Warnstedt (Gast) - 30. Mär, 16:49
seeeehr...
...lange nicht gelesen :)) wenn du möchtest, dann schreib...
tobiaskassuehlke - 28. Jan, 19:37
Skin
Gut das es Dich noch gibt. Danke!
Hans J. Zimmermann (Gast) - 27. Jan, 13:26

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