Donnerstag, 9. September 2010

Fassade

"Manipulation" war schon von jeher ein Reizthema. Man "wollte nicht manipuliert werden" und natürlich niemanden manipulieren. Dieser Begriff war und ist so negativ besetzt, dass sofort hitzige Debatten entstehen, wenn man erklärt: Ich bin für Manipulation! Warum? Weil wir alle nichts anderes tun. Wir alle manipulieren schon am frühen Morgen, wenn wir uns für diesen oder jenen Anzug, dieses oder jenes Kleid entscheiden. Wir wollen ankommen, jemanden beeindrucken oder ganz einfach gefallen. Wenn wir also sowieso "manipulieren", warum machen wir es dann nicht ganz bewusst und konsequent? In Krisenzeiten, in denen wir Gott ganz dringend brauchen, neigen wir dazu, besonders nett zu sein, in die Kirche zu gehen, Kerzen anzuzünden, Bettlern etwas zuzustecken usw. Wir wollen bei Gott einen guten Eindruck machen, oder? Die Fassade wird geputzt. Wir wollen nichts anderes, als Gott manipulieren. Geben wir es doch zu. Wir können jedoch einen Gott, der hinter die Fassade schauen kann, nicht mit geputzten Fenstern und schöner Deko beeindrucken. Was sein Herz jedoch zum schmelzen bringt, ist ein aufrichtiges Herz und ein demütiger Geist. Opfer die gebracht werden um Eindruck zu erwecken, stinken zum Himmel. Gebete mit vielen Worten sind Geplärr. Ein "in sich schlagen und eine Bitte um Gnade" dagegen, beeindrucken unseren liebenden Vater immer. Herzensdemut ist eine sehr erfolgreiche Weise Gottes Herz zu berühren.


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Samstag, 4. September 2010

Alternativen

Wir alle lernen früh, dass es gefährlich ist alles auf eine Karte zu setzen. Beim Pokern gibt es das Ultimative "all in". Dann muss "die Hose herunter" wie es beim Skatspiel heißt. Und manchmal geht es eben in die Hose (man möge mir dieses Wortspiel verzeihen). Wer schon mal die Hosen herunter lassen musste, kennt Scham und Spott. "Nie wieder werde ich..."
Dann begegnet uns Jesus. Der Jesus, dem wir vielleicht schon lange folgen oder der, der uns erneut mit der alles entscheidenden Frage konfrontiert: "Hast Du mich lieb?" Wir wissen, wir spüren, dass diese Frage eine konkurrenzlose Antwort erfordert. Kein Gott, kein Götze, keine höhere Priorität darf zwischen uns stehen. Der "Bräutigam" erwartet, dass seine "Braut" nur Augen für ihn hat und ihr Herz ihm alleine gehört ohne Alternative.
Diese Frage kann man nicht "ein für alle Mal" beantworten. Tatsächlich scheitern viele (alle) an ihr. Doch der, der uns diese alternativlose Frage stellt, stellt sie eben immer wieder. An jedem Tag und auch nach jedem Versagen darf ich zu ihm kommen und sagen: "Du weißt alle Dinge, du weißt, dass ich Dich liebe". Wir mögen in unserer Liebe versagen, er kann nicht. Was für eine bedingungslose Liebe.




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Mittwoch, 1. September 2010

Handicap

Wir können für Alles und für Jeden Entschuldigungen finden. Der Blinde, weil er nicht sehen kann. Der Taube, weil er nichts hören kann. Der Sensible, weil er... Doch letztendlich stehen wir uns damit nur selbst im Weg. Unser Handicap darf nicht unser Leben bestimmen. Wir dürfen uns nicht darauf reduzieren lassen, und vor allem dürfen wir selbst nicht diesen Fehler begehen. Behinderung, Krankheiten, Trauer, Trennung, all das kann man bemitleiden. Doch Mitleid kann und darf einen Schritt weiter gehen. Das Leben ist nicht zu Ende, weil jemand, den ich liebe gestorben ist oder von mir gegangen ist. Und es gibt auch ein Leben mit und ohne Arme und Beine. Meine Einstellung und Haltung zu "meinem" Handicap entscheidet darüber, ob ich anderen Menschen Hoffnung und Glaube vermitteln werde. Die wirklichen Helden des Lebens (und Glaubens) haben sich eben nicht durch Umstände oder Handicaps daran hindern lassen ihr Leben zu gestalten. Damit wurden sie zu Bildhauern der Hoffnung. Jeder "Schlag des Schicksal" offenbarte an ihnen, dass ein großer Gott in ihrem Leben wirkt. Wie werde ich heute mit meinem Handicap umgehen?




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Freitag, 27. August 2010

Heuchelei

Wir tun uns schwer. Womit? Ohne Hintergedanken zu helfen. Pakistan erlebt das. Wir haben Mühe unseren Geldbeutel und unser Herz zu öffnen. Niemand bestreitet die Not. Die Bilder sind furchtbar, doch unser Herz scheint dadurch nicht erreicht zu werden. Irgendwie soll unsere Spende ja auch "sinnvoll" sein. Und wie viel Sinn macht es Geld in ein Land zu schicken das uns Angst macht, wo der Terror und die Gewalt wohnt, wo islamischer Fundamentalismus herrschen? Es fällt schwer einen Sinn darin zu sehen, einem solchen Land zu helfen. Die Menschen tun uns leid, aber...
Das ist unsere Heuchelei denn: Liebe fragt nicht was sie zurückbekommt oder ob es sich überhaupt lohnt. Lohnt es sich ein Kind auf die Welt zu bringen, das behindert ist? Lohnt es sich einen Menschen zu füttern und zu pflegen, der schon jahrelang im Wachkoma liegt? Lohnt es sich jemanden zu füttern, der uns morgen mit seinen Atomwaffen bedroht? Der christliche Glaube darf nicht danach fragen, ob jemand Freund oder Feind ist. Wir sollen auch unsere Feinde lieben und das scheinbar Sinnlose ist uns geboten. Alle Argumente, nicht zu lieben, nicht zu helfen greifen eigentlich nicht mehr und enttarnen nur unsere Heuchelei.


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First Supper Blog

geschrieben von: Hans J. Zimmermann

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So kann es was werden, wenn mal einer und hoffentlich...
Helmut Warnstedt (Gast) - 30. Mär, 16:49
seeeehr...
...lange nicht gelesen :)) wenn du möchtest, dann schreib...
tobiaskassuehlke - 28. Jan, 19:37
Skin
Gut das es Dich noch gibt. Danke!
Hans J. Zimmermann (Gast) - 27. Jan, 13:26

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