Montag, 7. November 2011

HÖLLE

Braucht der Mensch eigentlich noch die Hölle?  Sieben Milliarden Menschen bevölkern unseren Planeten. Für einige scheint es das Paradies zu sein. Sie haben genug zu essen und ihre Zukunft, so glauben sie, ist gesichert. Gleichzeitig hungert der größte Teil der Weltbevölkerung und kämpft ums Überleben. Selbst in den sogenannten reichen Staaten des Westens geht es immer mehr Menschen schlecht. Zu viel Arbeit für immer weniger Lohn und scheinbar nicht genug Arbeit für alle. Da ist es kein Trost zu wissen, dass Reiche auch Probleme haben, krank und alt werden. Das letzte Hemd hat keine Taschen, auch das der Reichen und Wohlhabenden nicht. Dennoch nimmt es Lebensmut und Freude immer wieder in leere Tasche greifen  zu müssen.  Diese „Hölle“ ist scheinbar allgegenwärtig. Wie sieht es mit dem Himmel aus? Ist er die Aspirintablette für Menschen mit leeren Taschen? Der Trost eines trostlosen Lebens? Paulus beschreibt die Nachfolger Jesu als "die Armen, die viele reich machen!" Wenn der christliche Glaube nur den Himmel verspricht ist und bleibt die Hölle auf Erden. Wir sind jedoch aufgerufen den Himmel auf die Erde zu bringen. Irgendwo, irgendwie kann jeder von uns einen Beitrag dazu leisten. Nicht geliebt zu werden darf uns nicht aufhalten zu lieben. Arm zu sein sollte uns nicht daran hindern Barmherzig zu sein. Ach ja, ich erinnere mich. So sehr hat Gott geliebt, dass er selbst das Liebste gab um zu retten. Himmel ist also möglich. 


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Donnerstag, 3. November 2011

OCCUPY

Der Westen erlebt eine lange nicht dagewesene Protestwelle. Großstädte und Finanzmetropolen werden teilweise von zehntausenden Demonstranten besetzt, die trotz eisiger Kälte nachhaltige Veränderungen im Finanzwesen fordern. „Occupy Wall Street“, oder Frankfurt, London (Übersetzt: Besetzt Wall Street usw.). Staaten, die vor dem finanziellen Kollaps stehen werden mit unvorstellbaren Summen "gerettet". Sparen ist angesagt und wird verordnet. Was den kleinen Mann und die kleine Frau jedoch wütend macht, ist dass es wieder auf ihrem Rücken ausgetragen wird. Löhne und Gehälter werden trotz steigender Preise gekürzt und man verweist auf den Ernst der Situation. Doch der kleine Mann will und muss leben. Wovon soll er seine Hypotheken und die Ausbildung oder Bildung seiner Kinder bezahlen? Der Überziehungskredit kostet unglaubliches Geld und wehe er wird ausgeschöpft. Dann kommen nochmals saftige Zinsen hinzu. Gleichzeitig kaufen z. B. reiche Griechen die Londoner Luxusimmobilien leer. In den letzten Monaten stiegen die Preise allein dafür um 10%. Und der kleine Mann, der durch Fleiß und harte Arbeit solche Gewinne erst möglich machte, blutet erneut, weil der Staat durch Misswirtschaft und Korruption den Karren in den Dreck gefahren hat. Natürlich muss der kleine Mann sparen. Er braucht keinen Flachbildschirm, aber Winterschuhe für deine Kinder und eine warme Mahlzeit am Tag.Viele befürchten vielleicht zu Recht, dass dies so weiter geht und die Verursacher immer weiter machen können, weil wir es angeblich nicht leisten können, sie die Millionäre und Verursacher nicht fallen lassen können. Wann werden endlich die Gewinnler der Finanzkrise zur Verantwortung gezogen? Warum sollen immer nur die Kleinen sparen bluten und in die Insolvenz getrieben werden? Wie wäre es mit einem Schuldenerlass für den kleinen Mann und die gebeutelten Familien? Könnte es sein, dass wir den Menschen und der Zukunft einen größeren Dienst erweisen, wenn wir die Schulden der kleinen Schuldner erlassen, anstatt so gnadenlos mit ihnen umzugehen wie wir es tun? Jesus erzählte bereits vor 2000 Jahren die Geschichte von einem reichen Verwalter, der sich vollkommen übernommen hatte. Er bat um Gnade und Geduld. Beides wurde ihm gewährt. Als er jedoch einen kleinen Schuldner ins Gefängnis werfen ließ und dessen Schuld nicht erlassen wollte, traf ihn die eigene Hartherzigkeit. Unsere Politiker und alle Verantwortlichen sollten sich das ins Stammbuch schreiben lassen. Gott wird nicht vergessen wie wir mit den Kleinen und Gebeutelten umgehen. Da steht sinnbildlich die leere Flasche vor dem Glascontainer, der ja auch nur aus leeren Flaschen besteht und findet keinen Raum. Im Buch der Bücher finden wir viele gute Hinweise, wie wir mit der großen und kleinen Schuld umgehen sollten. Hoffentlich lernen wir alle zuzuhören und es umzusetzen. Sonst wird die Armee der Armen aufbrechen und dann wird viel Gutes zerbrechen.


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Donnerstag, 13. Oktober 2011

Weggestapelt

In der Apokalypse des Johannes gibt es einen Vers (Offenbarung 8,1), der mich schon immer fasziniert hat. Dramatische Worte beschreiben finale Ereignisse vor dem Thron Gottes. Blitz, Donner und atemberaubende Szenen wechseln sich ab. Völker und Nationen versammeln sich in Gottes Gegenwart. Geheimnisse werden gelüftet, Siegel gebrochen und offenbart. Dann wird das siebte Siegel gebrochen. Plötzlich ist der Himmel still, eine halbe Stunde lang. Was lässt den Himmel schweigen und worin bestand das große Geheimnis des siebten Siegels? Hereingebracht, offenbart wird etwas, auf das oft mitleidig herabgesehen wird. Es sind Gebete. Kein Gebet ist verloren gegangen. Der Tag und die Stunde kommen, so der Apostel Johannes, an dem Gott zeigen wird, dass er jedes einzelne Gebet gehört hat. Was muss das für die Leser der Offenbarung des ersten Jahrhunderts für ein Trost gewesen sein. Sie wurden verfolgt, unterdrückt, viele starben einen grausamen Tod, um ihres Glaubens willen. Wer kennt solche Fragen und Ängste in Zeiten persönlicher Not und Bedrängnis nicht? "Werden meine Gebete gehört?" Dann räumt die Zeit und das Schicksal uns und unsere Sorgen hinweg. Wirklich? Werden unsere Sorgen und Gebete einfach weggestapelt, abgestellt und vergessen? Johannes, der als Junge mit Jesus durch Galiläa zog, der von sich als "den Jünger den Jesus liebte" sprach, glaubt etwas anderes. "Kein Gebet geht verloren". Der Himmel schweigt, wenn Gott das Siegel brechen lässt. Der Himmel fällt auf die Knie. Dein und mein Gebet sind in guten Händen. Manchen von uns wurde Angst vor dem großen Tag Gottes in Ewigkeit gemacht. Wie kann das sein, wenn selbst das kleinste und ängstlichste Gebet für Gott so wertvoll ist, dass er es nicht vergisst? Beter sind Wundervollbringer. Sie bringen den Himmel zum schweigen und staunen. Erstaunlich!


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Mittwoch, 5. Oktober 2011

7 ELEVAN

Die Zahl sieben ist voller Bedeutungen im Buch der Bücher. Der Evangelist Johannes erzählt von den sieben letzten Worten Jesu am Kreuz und den sieben "Ich bin" Worten. Beim Wunder der Brotvermehrung bleiben fünf Brote und zwei Fische übrig. Außerdem berichtet er über sieben Wunder Jesu. Beim Evangelisten Matthäus finden wir sieben Gleichnisse über das Himmelreich. Das  Vaterunser besteht aus sieben Bitten. Im Buch der "sieben Siegel (Apokalypse des Johannes) können wir sieben Sendschreiben an christliche Gemeinden nachlesen, hören von sieben Posaunen, sieben Plagen und einem siebenköpfigen Tier. Die bekannteste Symbolik ist jedoch die Schöpfungsgeschichte in der uns berichtet wird, dass Gott die Welt in sechs Tagen geschaffen hat und am siebten Tag ruhte und die Schöpfung ebenfalls aufforderte gleichsam schöpferisch tätig zu sein und zu ruhen. Manchmal erstaunt es mich doch sehr, wenn Menschen die offensichtlichen Symbole der Bibel wörtlich interpretieren, und dann findet man die seltsamsten und bizarrsten Erklärungen. Scheinbar ein fruchtbarer Boden für Sektierer. Die Autoren der heiligen Schrift fordern uns mit ihren Symbolen jedoch (u.A.) heraus, über ihre Bedeutung im geschichtlichen Zusammenhang nachzudenken. Für mich ist nicht vorstellbar, dass der allmächtige Gott sich nach der Schöpfung ausruhen musste. Aber ich verstehe, dass die Natur und der "nicht vollkommene Mensch" Ruhe braucht. Beide, Natur und Mensch erleiden sonst ein Burnout (Erschöpfungszustand). In den USA gibt es eine Handelskette, die sich 7 Eleven nennt. Die Ursprüngliche Geschäftsidee war es, eine Einkaufsmöglichkeit von sieben Uhr am Morgen bis elf Uhr am Abend zu ermöglichen. Daraus wurde an vielen Orten sieben Tage die Woche und 24 Stunden täglich. Was uns arbeitsamen und fleißigen Zeitgenossen so sympathisch  entgegenkommen zu sein scheint, kann zur totalen Erschöpfung und keinesfalls ins Paradies führen. Wer sich im täglichen Kampf des Lebens keine Ruhe gönnt, brennt aus. Winston Churchill, zweifelsohne ein fleißiger Mensch, nahm sich Zeit zu ruhen. Darunter verstand er nicht Faulheit, sondern konzentriertes Beschäftigen mit etwas Anderem, das mit seinem Alltag nichts zu tun hatte. Gott ruhte nicht, weil er erschöpft war, sondern um uns daran zu erinnern, dass wir Ruhe brauchen. Darum sind wir am siebten Tag nicht faul, sondern suchen aktiv die Stille mit Gott und hören auf sein Reden. Also raus aus dem Bett. Kein Morgenmuffel sein und mit Gott reden. Vielleicht entdecken wir nach einem ausgefüllten Tag der Ruhe völlig neue Dinge und finden wieder tiefen und ruhigen Schlaf. Das Paradies ist kein Ort für faule Menschen. Ich muss mir das immer wieder sagen.


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First Supper Blog

geschrieben von: Hans J. Zimmermann

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So kann es was werden, wenn mal einer und hoffentlich...
Helmut Warnstedt (Gast) - 30. Mär, 16:49
seeeehr...
...lange nicht gelesen :)) wenn du möchtest, dann schreib...
tobiaskassuehlke - 28. Jan, 19:37
Skin
Gut das es Dich noch gibt. Danke!
Hans J. Zimmermann (Gast) - 27. Jan, 13:26

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