Sonntag, 9. Januar 2011

WARUM ÜBERRASCHT MICH DAS NICHT?

Wissenschaftler der University of British Columbia in Vancouver fanden heraus, dass schöne Menschen treffender eingeschätzt werden, als weniger attraktive. Sie bekommen mehr Aufmerksamkeit. Das überrascht mich nicht wirklich. Immerhin kämpfe ich schon viele Jahre - um nicht zu sagen Jahrzehnte - darum "schön" zu sein. Bevor ich jetzt als eitler Gockel beschimpft oder bemitleidet werde, lasst uns ehrlich miteinander sein. Wer kann sich davon freisprechen, nicht ohne "Wirkung" auf andere sein zu wollen? Oder umgekehrt, wer kleidet sich bewusst so, dass er nicht auffällt, übersehen und nicht wahrgenommen wird? Wie bereiten wir uns auf ein Vorstellungsgespräch, ein Date, ein Konzertbesuch vor? Wir wollen "schön" sein in den Augen unserer Vorgesetzten, Freunde oder Partnern. Wir möchten mit anderen Worten alle Aufmerksamkeit bekommen, die wir kriegen können. Instinktiv wussten wir schon lange was die University of British Columbia herausgefunden hatte: Schöne Menschen werden besser beurteilt. Mir und vielen anderen ist das so in Fleisch und Blut übergegangen, dass wir uns auch Gott gegenüber so verhalten. Wir kämmen uns vielleicht nicht die Haare vor dem beten oder ziehen den Lippenstift nach. Aber wir versuchen instinktiv auch vor Gott "besser" dazustehen, wenn uns etwas auf dem Herzen brennt. Manche zünden Kerzen an, andere gehen wieder regelmäßig in die Kirche, absolvieren ihre "Stille Zeit" wieder regelmäßiger. Es gibt so viele Dinge, die wir machen um in den Augen Gottes besser auszusehen. Wir wissen, dass Sünde, Kaltherzigkeit und Egoismus hässlich macht. Wir wissen, dass eine Beziehung ohne Kommunikation und Aufmerksamkeit kalt und lieblos ist. Bevor wir uns darin verlieren, lasst uns alle daran denken, dass Gott nicht so ist wie wir. Seine Liebe stirbt nicht, wenn er nicht wiedergeliebt wird. "Er liebte uns bereits als wir noch Gottes Feinde waren", sagt Paulus. Und er hört nicht auf uns zu lieben, nur weil wir ihn wie einen Fremden behandelt haben. Was unser Herz uns nicht sagen kann, weil es kalt und vielleicht verbittert ist oder weil wir durch Sünde in unserem Leben kaum noch einen Pulsschlag spüren, will der Glaube uns zurufen: Du bist geliebt. Schon immer und immer noch! So wie ich es verstehe, hat Gott die Fähigkeit mich nicht nur so zu sehen wie ich bin, sondern mit den Augen der Liebe so anzuschauen, wie ich sein werde, wenn ich im Glauben zu ihm komme. Das allerdings überrascht mich jedes Mal!


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Mittwoch, 22. Dezember 2010

Engelskirchen

Der weiße Schnee hat sich wie Puderzucker über alles Grau des Winters gelegt. Kinder jubeln und freuen sich über weiße Weihnachten. Und wie geht es dem Rest der Welt? In Engelskirchen (man beachte den Namen) schaufeln Nachbarn gemeinsam Schnee. Dann gehen sie laut Pressemitteilung aufeinander los. Das war keine Schneeballschlacht zwischen Freunden, sondern hässlicher Streit unter Feinden. Unter dem prachtvollen weißen Schnee lag ein alter Wegestreit, den sie nun freischaufelten. Dann gingen sie aufeinander los. Weihnachten im Schnee mit einem Glühwein in der Hand und "Freue dich Welt" im Ohr kann so schön sein, wenn Weihnachten auch in unserem Herzen stattgefunden hat. Dafür bin ich jedoch selbst verantwortlich. Nicht mein Freund, meine Familie oder mein Feind. Niemand konnte Gott daran hindern an Weihnachten zu jubeln und den Himmel singen zu lassen. Kein Herodes, der dem Kind nach dem Leben trachtete. Kein geschäftstüchtiger Vermieter, der sich nicht scheute einen Stall zu vermieten. Keine Besatzungsmacht mit ihrer Steuerwillkür. Gott hatte Weihnachten im Herzen, und er ließ es nicht  zu, dass ihm irgend jemand oder irgend etwas den Spaß daran verdarben. Es kann die Hölle sein in Engelskirchen Weihnachten verbringen zu  müssen. Aber nicht wegen Engelskirchen, sondern weil da kein Weihnachten in einigen Herzen ist. Ich wünsche mir und jedem von uns, dass wir  Weihnachten in unserem Herzen haben. Dann kann uns niemand und nichts die Weihnachtsfreude rauben.




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Mittwoch, 8. Dezember 2010

SCHLECHTREDEN

Ich mache mich schon innerlich darauf gefasst und doch bin ich eigentlich "fassungslos". Warum wird am Weihnachtsfest soviel rumgenörgelt. Weihnachtslieder werden zu Konsumstimmulation eingesetzt, na und! Geschenke sind Konsumterror, also ich wehre mich nicht beschenkt zu werden, und ich liebe Weihnachtsmusik auch im Kaufhof und auf Weihnachtsmärkten. Ich liebe strahlende Kinderaugen und Gänseessen. Warum müssen wir das immer wieder schlechtreden? Weil es Leid und Unterdrückung, Elend und Ausbeutung gibt? Da halt ich es wie unser himmlischer Vater. Trotz Besatzungszeit und der Steuerwillkür sandte er seinen Sohn und der Himmel sang Hosianna, sozusagen das allererste Weihnachtslied. Er ließ sich beschenken, mit Gold, Weihrauch und Myrre. Aber vor allem ließ er sich anbeten. Er, das Kind in der Krippe, das uns alle daran erinnern will, dass wir zu Kindern werden müssen um Gottes großes Geschenk zu verstehen. Dass wir staunen und anbeten lernen müssen. Das können wir an Weihnachten lernen und im Fest der Weihnacht praktizieren. Gott wurde Mensch. Er lieferte sich uns vollkommen aus. Wenn wir ihn nicht füttern, wenn wir ihm nicht die Windeln wechseln, wenn wir ihm nicht die Nase putzen und Laufen und Reden beibringen wird das Kind nicht zum Mann und der Mann nicht zum Retter und Heiland der Welt. Das fing an Weihnachten an. Gott gab und wir dürfen handeln. Singen. Beten. Schenken. Staunen. Ich habe mir vorgenommen mir Weihnachten nicht vermiesen zu lassen. HOSIANNA!




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Samstag, 4. Dezember 2010

NIVEAULIMBO

Frisch gekürt, das Jugendwort des Jahres. Damit bezeichnen die Jugendlichen ein "ständiges Absinken des Niveaus". Als ich von dieser Nominierung hörte, habe ich mich gleich gefragt, wo geschieht das bei uns? Uns? Wer ist uns? Wenn meine Frau mich fragt, ob wir Brötchen zum Frühstück holen wollen ist mir klar, dass wenn ich ja sage, ICH die Brötchen holen muss. Hier ist die Sprachregelung klar. Wir verstehen uns darin blind. Wenn aus dem WIR das DU wird, oder aus dem ICH ein UNS wird, dann ist dem immer etwas voraus gegangen. In der Sprache der Liebenden ist es eine sehr schöne Erfahrung. Denn sie sucht das Wohl des Anderen. Wir haben Brötchen und wir sind glücklich. Wenn die Liebe fehlt und aus dem WIR das DU und aus dem WIR ein UNS wird, dann ist es verpackte Erwartung, eventuell sogar Vorwurf, und wir werden zu Niveaulimbos. Dann geht es bergab. Es gibt also auch eine Inflation der Worte. Sie beginnt, wenn wir nicht mehr meinen was wir sagen, bzw. die Liebe fehlt. Als die Liebe wohl ganz besonders fehlte, sandte Gott seinen Sohn um uns daran zu erinnern, ihr seid geliebt. Darum dürfen Christen im Advent und Weihnachten nicht zu Niveaulimbos werden.


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First Supper Blog

geschrieben von: Hans J. Zimmermann

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So kann es was werden, wenn mal einer und hoffentlich...
Helmut Warnstedt (Gast) - 30. Mär, 16:49
seeeehr...
...lange nicht gelesen :)) wenn du möchtest, dann schreib...
tobiaskassuehlke - 28. Jan, 19:37
Skin
Gut das es Dich noch gibt. Danke!
Hans J. Zimmermann (Gast) - 27. Jan, 13:26

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