Freifall
Manchmal verlieren wir den Boden unter den Füßen. Uns selbst oder Menschen, die uns nahe stehen, widerfährt Schreckliches. In den letzten Wochen bangte ich z.B. mit jungen Eltern, deren Tochter mit einem schlimmen Herzfehler geboren wurde. Ferner mit einer Mutter, die mit 50 noch in froher Erwartung von Zwillingen war, dann aber in der 27. Woche per Kaiserschnitt geholt werden mussten. Einer Nachbarin, die vor vier Monaten gestürzt war; die Schmerzen und Prellungen sind noch heute für die über 80 jährige Dame kaum auszuhalten. Da sind die Depressionen eines jungen Mannes, der durch einen verschuldeten Unfall jemanden an den Rollstuhl fesselte und seitdem kaum noch eine Nacht ruhig schlafen kann. Meine Liste ist noch viel länger, und wie sieht deine Liste aus? Das Leben zieht uns manchmal den Boden unter den Füßen weg. Gut wer sich den Fallschirm des Vertrauens auf die gütigen Hände Gottes anziehen kann. Selbst solche, die sich bereits im freien Fall befinden, dürfen das noch tun. Dann fällt man tatsächlich niemals tiefer, als in die Hände eines liebenden Gottes. Er hat den Fall nicht verhindert, aber er übernimmt die Verantwortung für die Landung.


first-supper - 11. Aug, 16:19