Donnerstag, 3. November 2011

OCCUPY

Der Westen erlebt eine lange nicht dagewesene Protestwelle. Großstädte und Finanzmetropolen werden teilweise von zehntausenden Demonstranten besetzt, die trotz eisiger Kälte nachhaltige Veränderungen im Finanzwesen fordern. „Occupy Wall Street“, oder Frankfurt, London (Übersetzt: Besetzt Wall Street usw.). Staaten, die vor dem finanziellen Kollaps stehen werden mit unvorstellbaren Summen "gerettet". Sparen ist angesagt und wird verordnet. Was den kleinen Mann und die kleine Frau jedoch wütend macht, ist dass es wieder auf ihrem Rücken ausgetragen wird. Löhne und Gehälter werden trotz steigender Preise gekürzt und man verweist auf den Ernst der Situation. Doch der kleine Mann will und muss leben. Wovon soll er seine Hypotheken und die Ausbildung oder Bildung seiner Kinder bezahlen? Der Überziehungskredit kostet unglaubliches Geld und wehe er wird ausgeschöpft. Dann kommen nochmals saftige Zinsen hinzu. Gleichzeitig kaufen z. B. reiche Griechen die Londoner Luxusimmobilien leer. In den letzten Monaten stiegen die Preise allein dafür um 10%. Und der kleine Mann, der durch Fleiß und harte Arbeit solche Gewinne erst möglich machte, blutet erneut, weil der Staat durch Misswirtschaft und Korruption den Karren in den Dreck gefahren hat. Natürlich muss der kleine Mann sparen. Er braucht keinen Flachbildschirm, aber Winterschuhe für deine Kinder und eine warme Mahlzeit am Tag.Viele befürchten vielleicht zu Recht, dass dies so weiter geht und die Verursacher immer weiter machen können, weil wir es angeblich nicht leisten können, sie die Millionäre und Verursacher nicht fallen lassen können. Wann werden endlich die Gewinnler der Finanzkrise zur Verantwortung gezogen? Warum sollen immer nur die Kleinen sparen bluten und in die Insolvenz getrieben werden? Wie wäre es mit einem Schuldenerlass für den kleinen Mann und die gebeutelten Familien? Könnte es sein, dass wir den Menschen und der Zukunft einen größeren Dienst erweisen, wenn wir die Schulden der kleinen Schuldner erlassen, anstatt so gnadenlos mit ihnen umzugehen wie wir es tun? Jesus erzählte bereits vor 2000 Jahren die Geschichte von einem reichen Verwalter, der sich vollkommen übernommen hatte. Er bat um Gnade und Geduld. Beides wurde ihm gewährt. Als er jedoch einen kleinen Schuldner ins Gefängnis werfen ließ und dessen Schuld nicht erlassen wollte, traf ihn die eigene Hartherzigkeit. Unsere Politiker und alle Verantwortlichen sollten sich das ins Stammbuch schreiben lassen. Gott wird nicht vergessen wie wir mit den Kleinen und Gebeutelten umgehen. Da steht sinnbildlich die leere Flasche vor dem Glascontainer, der ja auch nur aus leeren Flaschen besteht und findet keinen Raum. Im Buch der Bücher finden wir viele gute Hinweise, wie wir mit der großen und kleinen Schuld umgehen sollten. Hoffentlich lernen wir alle zuzuhören und es umzusetzen. Sonst wird die Armee der Armen aufbrechen und dann wird viel Gutes zerbrechen.


Share |



First Supper Blog

geschrieben von: Hans J. Zimmermann

Abonnieren


xml version of this page
xml version of this page (with comments)

Neue Kommentare

Nur noch Facebook?
Was bewegt euch dazu, exklusiv auf Facebook zu setzen? LG, Rolf
Rolf (Gast) - 28. Mär, 17:30
Zweifel ohne "los"
Ausnahmsweise gehen wir hier mal ganz und gar nicht...
Christine Duckhorn (Gast) - 12. Sep, 17:06
Demut - Dienmut...
>>Demut! Man könnte auch sagen, das ist der Mut...
Christine Duckhorn (Gast) - 1. Jul, 08:57
Salzburg ist wirklich...
Salzburg ist wirklich eine besondere Stadt! Das Foto...
nina (Gast) - 30. Mai, 09:13
Thumbs up...
... kann ich dazu nur sagen. Recht hast du!
Christine Duckhorn (Gast) - 11. Apr, 19:50
Evangelisch katholisch...
So kann es was werden, wenn mal einer und hoffentlich...
Helmut Warnstedt (Gast) - 30. Mär, 16:49
seeeehr...
...lange nicht gelesen :)) wenn du möchtest, dann schreib...
tobiaskassuehlke - 28. Jan, 19:37
Skin
Gut das es Dich noch gibt. Danke!
Hans J. Zimmermann (Gast) - 27. Jan, 13:26

Mein Lesestoff


Eric Metaxas
Bonhoeffer


Tom Wright
Simply Jesus



Steve Stern
Der gefrorene Rabbi

Suche

 

Web Counter-Modul


Profil
Abmelden
Weblog abonnieren