Samstag, 24. März 2012

Wir sind umgezogen!!

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Donnerstag, 22. März 2012

Scharlatane?

Die Bilder eines der mächtigsten Männer der Welt machten Schlagzeilen. Stolz präsentierte er sich mit einem sibirischen Tiger, den er  - wie der Zufall es wollte - bei einem Besuch in einem Naturschutzgebiet im fernen Osten geschossen hatte. Nicht um ihn zu töten, sondern zu betäuben und anschließend mit einem Peilsender zu versehen. Was für ein Held. Wie sich später herausstellen sollte, war alles inszeniert. Der Tiger stammt aus einem Zoo und wurde stundenlang betäubt, um für den wagemutigen Großwildjäger zum "Abschuss" bereit zu sein.

Vor vielen Jahren besuchte ich auf Drängen meiner Gastfamilie in Kanada einen Heilungsgottesdienst. Zehntausende Menschen warteten bereits Stunden vor der Veranstaltung auf Einlass. Noch nie hatte ich eine so große Veranstaltung besucht. Meine Gastgeber waren gelinde gesagt "fanatische Fans" der Hauptdarstellerin, die im wehenden weißen Kleid und Pauken und Trompeten "predigte und heilte". Nach zwei Stunden voller Wunder und Zeichen musste ich wegen Übelkeit die Halle verlassen. Was war mit mir los? Warum konnte ich mich nicht auch begeistern lassen, wie tausende Menschen um mich herum? Als junger Pastor hatte ich selbst doch nur eine Sehnsucht, Gottes Wirken zu erleben und ein Teil davon zu sein.

Vorweg, ich glaube an einen Gott der Wunder tun kann und tut. Aber braucht er einen Zirkus dazu? Wird nicht alles zum Zirkus, das die Würde eines Hilfesuchenden so in die Öffentlichkeit zieht? Werden "Geheilte" nicht all zu oft zu Fanatikern und die "nicht geheilten" zu Ungläubigen? Tieftraurig machten mich Gespräche mit Journalisten, die mit der Kamera und offenen kritischen Fragen abgestoßen waren, als sie hinter die Kulissen schauten. Hat Gott so etwas nötig? Gibt der Apostel Jakobus nicht einen wunderbaren und zu beherzigenden Rat an die Nachfolger des Nazareners, wenn er sagt: "Wenn jemand krank ist, dann rufe er die Ältesten der Gemeinde (zu sich nach Hause), damit sie über ihm beten?" Dann gibt er noch einige sehr bemerkenswerte Hinweise.

Mein Eindruck ist, dass Menschen eher und bleibender durch echte Herzensfrömmigkeit gewonnen werden, als durch christliche Zirkusveranstaltungen. Die Ehrfurcht vor Gott sollte uns den Atem anhalten lassen und nicht der Täuschung unterliegen, wir müssten nachhelfen, damit Menschen von Gott beeindruckt werden. 

Ach ja, der Sibirische Tiger ist wieder im Zoo. Nichts Schlimmes passiert. Wirklich? Ach ja, das mit der Heilung hat nicht so geklappt. Nichts Schlimmes passiert, wirklich? Der große und wunderbare Gott wartet auf jeden von uns, wenn wir ihn brauchen. Sprich in der Stille deines Herzens mit ihm. Wenn du alleine nicht zurecht kommst, dann rufe geistliche Menschen in die Stille deines Lebens und bitte sie für dich zu beten. Du musst nicht auf die nächste Zirkusvorstellung warten.


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Samstag, 17. März 2012

SPATZ IN DER HAND

Der Spatz ist für viele nur ein grauer und wenig spektakulärer Vogel. Wenn er singt, dann sind es eher Geräusche. Dem Rotkehlchen kann er kaum das Wasser reichen. Auch wenn der Volksmund meint, dass der Spatz in der Hand besser ist, als die Taube auf dem Dach, jedem wäre die Taube lieber. Gehen wir noch einen Gedanken weiter. Welcher Vogel wäre ich denn gerne, wenn ich es mir aussuchen dürfte? Wetten dass die meisten von uns gerne ein Adler sein würden? Ist er nicht der König der Lüfte? Wer wollte sich nicht auf Adlers Schwingen in die Lüfte erheben?

Spatzen (bzw. Sperlinge) sind nichts Besonderes. Wirklich? Jesus beurteilt ihren Wert ganz anders. Ausgerechnet vom Spatzen sagt er: "Man kauft fünf Stück für zwei Groschen, aber nicht einer ist von Gott vergessen!" Und dann fügt er an anderer Stelle hinzu: "Darum fürchtet euch nicht, ihr seid besser als viele Sperlinge."

Klar wäre ich gerne der Adler, aber ehrlich gesagt, fühle ich mich meistens grau und klein und ohne bedeutende Stimme im Lärm meines Lebens. Ein Spatz halt. Da kann ich das gerade ganz gut gebrauchen, dass mir jemand sagt: Du bist mehr wert. Du bist besser als dein derzeitiger Marktwert. Ich habe eine Auge auf dich! Oder anders gesagt: Ich verliere dich nicht aus den Augen, hab keine Angst.

Dieser kleine Sperling auf dem Foto saß in Ägypten auf einer Mauer, direkt neben einem der Weltwunder unserer Geschichte. Als jeder nur Augen für ein unbeschreibliches Weltwunder hatte, durfte ich für einen Augenblick daran erinnert werden (und jetzt erinnere ich dich daran), DU/ICH bin in den Augen Gottes wertvoller. Keiner hat es bisher bemerkt? Die Chancen, dass es hier bemerkt wird, gehen gerade auf Null zu? Hallo, einer hat es schon vor langer Zeit bemerkt. Du bist nicht der Schönste, hast nicht die tollste Stimme und bist auch kein Adler. Stimmt. Doch unser Vater im Himmel schätzt deinen Wert eben nicht danach ein. Also, verscheuch deine Angst!


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Donnerstag, 8. März 2012

GEKLAUT

Martin Luther soll gesagt haben, dass man einen Löwen nicht verteidigen muss. Alles was man tun müsse, ist ihn loszulassen! Kann es sein, dass wir darum unseren Glauben so oft verteidigen müssen, weil zu viele ihn in der Kirche eingeschlossen haben? Ist unser Glaube tatsächlich nicht alltagstauglich? Ich meine, ein Glaube, der nur für Sonntags taugt, taugt wenig. 

In meiner Teenagerzeit überlegte sich der Kirchengemeinderat, es der katholischen Kirche gleichzutun und die Kirche auch in der Woche für Besucher und Beter offen zu lassen. Nach wenigen Tagen überlegte man es sich jedoch anders. Es wurde wieder abgeschlossen. Ein Besucher hat die Altarbibel geklaut.

Nach einem Gottesdienst kam ein junger Mann zu mir um mit mir über sein schlechtes Gewissen zu reden. "Meine Bibel", so erzählte er mir, "habe ich geklaut!" Jetzt las er in ihr und auf einmal fiel ihm auf, dass die Eigentumsverhältnisse wohl fraglich waren.

Wem gehört die Bibel? Gute Frage. Nächste Frage. Wem gehört der Glaube? Gute Frage...

Gehört uns das, was wir auf Gottes Altar legen noch? Haben wir unser Eigentumsrecht damit nicht abgetreten?
Wenn wir unseren Glauben auf den Sonntag beschränken und dann abschließen, weil wir ja sonst bestohlen werden könnten, würden wir Erlebnisse wie meines verpassen. Denn da hat jemand in einer gestohlenen Bibel Antworten gefunden, die sein Leben veränderten und in ihm die Sehnsucht erweckten ein besserer Mensch zu werden. Unfassbar, oder?

Keine Angst also, dass jemand uns am Montag oder Dienstag etwas von unserem Glauben stiehlt. Es könnte sein, dass er dadurch selbst zum Glaubenden wird. Und ach ja, ich kann mir ja am Sonntag Nachschub holen. Wir sollten uns vielleicht alle ein wenig lockerer machen.

Sperren wir Jesus nicht länger ein. Lassen wir ihn los, auch auf die Gefahr hin...


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First Supper Blog

geschrieben von: Hans J. Zimmermann

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Helmut Warnstedt (Gast) - 30. Mrz, 16:49
seeeehr...
...lange nicht gelesen :)) wenn du möchtest, dann...
tobiaskassuehlke - 28. Jan, 19:37
Skin
Gut das es Dich noch gibt. Danke!
Hans J. Zimmermann (Gast) - 27. Jan, 13:26

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